01.04.2017 Bedarfs- und Entwicklungsplan der Gemeinde Niedernhausen vorgestellt

Oberseelbach: Seit 2015 wird erneut am Niedernhausener Bedarfs- und Entwicklungsplan gearbeitet. Dieser sieht vor, die Gemeindefeuerwehren zu modernisieren und die in die Jahre gekommenen Feuerwehrgerätehäuser auf den aktuellen Stand zu bringen, welcher für die Einhaltung der Unfallverhütungsvorschriften und DIN Vorgaben heute notwendig ist.

Dazu muß die Gemeinde viel Geld in die Hand nehmen. Einige Millionen werden beispielsweise für die Modernisierung bzw. Neubau der Gerätehäuser Niedernhausen und Königshofen benötigt. Auch Oberjosbach, deren Wehr aus allen Nähten platzt, muß vergrößert werden.

Das Feuerwehrhaus in Oberseelbach ist ebenfalls zu klein und entspricht nicht mehr den modernen DIN Anforderungen und auch die Unfallverhütungsvorschriften werden nicht ausreichend umgesetzt. Zumal fehlt es an Räumlichkeiten für Sanitäre Anlagen der Damen und auch gibt es keine Umkleidemöglichkeit für die Jugendfeuerwehr.

Der Löschverband geht daher erneut mit gutem Beispiel voran.

Um der öffentlichen Hand Geld einzusparen, wurde erneut ein neues Projekt der interkommunalen Zusammenarbeit gestartet.

Die Stadt Idstein suchte seit langer Zeit vergebens einen Käufer für das alte Feuerwehrgerätehaus in Lenzhahn. Niemand wollte das gute Stück bisher haben, zumal der Preis mit 190.000 € samt unveränderlichem Toilettencontainer, Starkstromhäusschen und Teil des Spielplatzes, doch sehr ambitioniert angesetzt war. Auch die Vereine können diese Summe nicht aufbringen, obwohl man sich angeboten hat, den Standort für die beliebten Dorffeste erhalten zu wollen. Aber die Stadtkasse ist leer, drum muß der Platz verkauft werden, am besten leer als Baugrundstück. Es soll schon eine in Idstein sehr bekannte Baufirma Interesse bekundet haben um hier, ähnlich Hoch7 in Idstein, ein Luxus-Mehrparteien-Eigentumskomplex zu errichten. Immerhin ist die unverbaubare Aussicht in das Lenzhahner Tal, mit diesem Sonnenuntergang unbeschreiblich schön und bestimmt schon alleine deshalb 3.000€/qm wert.

Gut das wir in Hessen den Hessenpark haben. Spezialisten, die sich mit alten, heruntergekommenen und vernachlässigten  Gebäuden auskennen, wurde aquiriert. Schnell nahm die Idee Formen an. Nach nur einer Woche lag das Angebot auf dem Tisch. Mit etwas Eigenanteil von ca. 7.500€ und viel Ehrenamtlicher Unterstützung von ca. 5.000 Stunden, wird es möglich sein, dass alte Feuerwehrgerätehaus Lenzhahn einer neuen Bestimmung zuzuführen.

Wir bauen es ab, Stein für Stein, Ziegel für Ziegel und bauen es wieder neu auf. Wir schlagen zwei Fliegen mit einer Klappe und bauen das Haus neben dem Gerätehaus in Oberseelbach wieder auf.
Natürlich wird es dann modernisiert, mit Fließend Wassser und Heizung ausgestattet. Die andere Fahrzeughalle wird vergrößert, so dass das neue TSF-W gut hinein passt. In der alten Fahrzeughalle Oberseelbach ist nun Platz für die geforderten Umkleiden und Damenduschen. Hier werden die Jugendfeuerwehr und die Damenumkleide gut unterkommen.

Wir können es gar nicht erwarten bis es los geht und haben daher schon ein wenig mit Photoshop herumprobiert.

So wird unser neuer Stützpunkt dann im nächsten Jahr neu erstrahlen.

Die Stadt Idstein kann dann das leere Grundstück gut als Baugrundstück veräußern und so die neue Fahrzeughalle in Lenzhan querfinanzieren.

Von Oberjosbach übernimmt der Löschverband dann noch die Schlauchwerkstatt, denn wir haben ja nun auch den Schlauchturm wieder reaktiviert.

Niedernhausen spart sich so einen teuern neuen Anbau für unser neus TSF-W und kann das gesparte Geld nun für Oberjosbach und die anderen Wehren verwenden. Idstein hat ein leeres Baugrundstück, dass sich so gewiss besser vermarkten ließe.

Der Hessenpark hat ein weiteres Denkwürdiges Objekt vor dem Zerfall und Abriss gerettet.

Der Ortsbeirat Oberseelbach hat schon grünes Licht gegeben unter der Voraussetzung, dass unser Klowagen dann nicht mehr auf dem Bolzplatz geparkt werden muß, welcher dort einem  Anwohner die Stimmung auf eine sanitär freie Sicht in den morgendlichen Sonnenaufgang nimmt. Diesen werden wir dann schweren Herzens veräußern müssen, auch um die Umzugskosten zu finanzieren. Für das Fest am 1. Mai haben wir ja dann neue Toilettenräume in ausreichender Anzahl, da brauchen wir den Klowagen nun auch nicht mehr.

Eine WIN-WIN Situation auf ganzer Linie. Und bestimmt erhalten wir wieder Fördergelder vom Land Hessen für diese außerordentliche interkommunale Zusammenarbeit.

Doch bis es soweit ist, suchen wir noch tatkräftige Helfer für den Ab- und Aufbau. Meldet Euch einfach bei uns mit Schubkarre, Hammer und Meisel, wir freuen uns über jede tatkräftige Unterstützung.

Euer Löschverband. April, April 😀

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